Wie funktioniert eigentlich eine Alarmanlage?
Ich möchte euch in diesem Blog einen Überblick geben, wie die mir bekannten Alarmsysteme normalerweise funktionieren.
Aus einer reinen Ingenieursbrille handelt es sich bei Alarmanlagen in den allermeisten Fälle nicht um komplizierte Technik. Grundelement sind einfache Sensoren, die mit einer Zentrale verbunden sind. Die Zentrale wiederum interagiert mit dem Benutzer. Der Benutzer kann die Alarmanlage über die Zentrale aktivieren und deaktivieren. Löst ein Sensor aus, meldet sich der Sensor bei der Zentrale, die dann wiederum entscheidet was zu tun ist. Ist die Alarmanlage "scharf" geschaltet wird sie auslösen ansonsten keine Aktion tätigen.
Bei den Sensoren möchte ich drei Standard-Sensoren vorstellen:
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Öffnungssensoren: Die meisten Sensoren sind Öffnungssensoren. Häufig realisiert über Magnetschalter, da sehr kostengünstig. Ein Magnetschalter reagiert auf einen Magneten. Beispiel Tür: Der Magnet wird an der Tür befestigt und der Schalter an der Wand. Wenn die Tür geöffnet wird entfernt sich der Magnet vom Schalter und der Sensor löst aus.
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Bewegungsensoren: Bewegungsensoren kennt man aus dem Baumarkt. Denn in jeder Lampe, die bei Bewegung angeschaltet wird, ist ein Bewegungssensor. Relativ einfache Technik - leider bei Alarmanlagen nicht besonders gut geeignet: In Mehrfamilienhäusern lösen sie auch aus, wenn der Nachbar an der Tür vorbei geht und bei Häusern lösen sie auch bei Katzen, die in der Nacht durch den Garten laufen, aus.
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Kameras: In Mehrfamilienhäusern eine schwierige Technik. Auf der einen Seite gibt es Datenschutzvorbehalte. Welcher Nachbar möchte schon im Treppenhaus gefilmt werden? Außerdem kann die Kamera nicht zwischen Nachbarn und Einbrecher unterscheiden. In Mehrfamilienhäusern daher kein geeigneter Sensor. In Häusern sind Kameras besser geeignet. Allerdings müssen sie mit einer guten Software ausgestattet sein, die Tiere (Katzen) von Menschen unterscheidet und sie darf nicht auf Fußgänger reagieren. In Summe für Häuser aber handhabbar.
Wichtig bei Alarmanlagen ist das Thema Sabotageschutz. Hier gibt es verschiedene Aspekte:
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Verkabelte Sensoren: Eine Verkabelung zu den Sensoren bietet den höchsten Schutz gegen Sabotage. Denn in dem Kabel, das den Sensor mit der Zentrale verbindet, kann ein weiteres Adernpaar aufgenommen werden, mit dem die Integrität des Kabels sichergestellt wird. Eine smarte Idee wie ich finde. Eine Verkabelung bietet daher den höchsten Schutz gegen Sabotage ist aber auch am aufwendigsten was den Preis der Alarmanlage stark erhöht.
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Kabellose Sensoren: Sensoren können natürlich auch kabellos mit der Zentrale verbunden werden. Einziges Problem ist, dass kabellose Verbindungen mit einem Störsender gestört werden können. Störsender für die typischen Frequenzbänder gibt es für Einhundert Euro zu kaufen. Will sagen: Störsender sind kein Hexenwert. Wenn allerdings die Sensoren und die Zentrale ans Stromnetz angeschlossen sind kann die Zentrale Störsender erkennen. Das läuft dann so ab, dass die Zentrale in regelmäßigem Abstand ein Signal versendet, das die Sensoren quittieren müssen. Erfolgt diese Quittierung nicht, weiß die Zentrale, dass es eine Störung gibt und kann Alarm auslösen. Das funktioniert meines Wissens aber nur dann, wenn die Sensoren selber nicht batteriebetriebenen sind, denn dieser Prozess benötigt recht viel Strom.
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Sabotage von Bestandteilen der Alarmanlage: Wichtig ist, dass die Bestandteile der Alarmanlage nicht sabotiert werden können. Dass die Verbindung zwischen Sensoren und Zentrale sabotiert werden kann habe ich oben bereits erwähnt. Daneben kann eine eine außenliegende Sirene ein Opfer für Bauschaum sein. Denn mit Bauschaum kann die Sirene verstopft werden. Für besonders sicherheitsbewusste Personen macht eine eingebaute Batterie in die Alarmanlage Sinn, damit die Anlage auch im Fall eines Stromausfalls weiterhin funktioniert.
Wie gut ist der Cleveralarm gegen Sabotage geschützt?
Der Cleveralarm ist gut gegen Sabotage geschützt. Obwohl er kabellos ist erkennt er Störsender und aktiviert dann seine Sirene. Außerdem ist er gegen mechanische Angriffe (von der Tür reißen, aufbohren, dagegenschlagen) und Kältespray geschützt. Ich werde die Konzepte dahinter in einem der folgenden Blogeinträge beschreiben.