Rückmeldung von Freunden und Bekannten zum Cleveralarm Alarmgerät

Im vorherigen Blogbericht habe ich ja davon berichtet, wie der Cleveralarm sein CE Kennzeichen bekommen hat. Jetzt war es also offiziell: Das Gerät ist unbenklich für Nutzer. Das hat mir die Sicherheit gegeben, dass ich das Gerät Freunden und Bekannten zum Test geben konnte. Denn in der Produktentwicklung ist es super wichtig, auf seine Kunden zu hören. Nichts ist schlimmer, als ein Gerät zu entwicklen, das am Ende kein Kunde wirklich haben möchte. Erfolgreiche Produktentwicklung heißt, den Kundennutzen zu maximieren. Oder andershermum: Ansonsten kauft niemand sein Produkt. Das ist zwar irgendwie logisch und wird von Ingenieuren trotzdem vielfach missachtet. Diesen Fehler wollte ich nicht machen und habe daher meine Freunde und Bekannte um Feedback gebeten.

Die ersten Versuchskaninchen waren tatsächlich mein Bruder und mein Vater. Danke noch einmal fürs Testen! Mein Vater war ziemlich begeistert vom Cleveralarm (hatte aber Probleme mit der Einrichtung) und mein Bruder war so semi-begeistert, meinte aber, dass ich mindestens ein Alu-Gehäuse für den "ambitionierten" Nutzer bräuchte. Daneben habe ich es noch Freunden gezeigt, die das Gerät gut fanden aber noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag hatten für den ich sehr dankbar bin.

Was habe ich bei meiner Alarmanlage alles verbessert?

Bild wie ein Ingenieur angestrengt arbeitet Bild wie ein Ingenieur sich freut arbeitet

Bevor ich darauf eingehe, was ich verbessert habe, habe ich hier zwei Bilder von zwei Ingenieuren mitgebracht. Der linke Ingenieur arbeitet ganz angestrengt an einer Sache und scheint ein Problem nicht lösen zu können während der zweite Ingenieur sich vielleicht gerade darüber freut, dass er ein Problem gelöst hat. In jedem Fall sieht er sehr zufrieden aus. Ich habe die beiden Bilder hier platziert, weil der Bau eines Produktes ein Wechselbad der Gefühle ist. Manchmal gibt es Probleme, die sich einfach nicht lösen lassen und dann gibt es wieder Momente in denen man richtig begeistert ist. Wenn ich die Arbeit "Revue" passieren lassen dann muss ich sagen, dass ich meistens sehr viel Spass an der Entwicklung gehabt habe. Ich denke, sonst wäre ich auch gar nicht so weit gekommen wie ich gekommen bin 😄. So, nach diesen einleitenden Worten jetzt dazu, was ich ganz konkret verbessert habe:

Verbesserung 1: Eingabe der Wifi Daten verbessert

Damit der Cleveralarm funktioniert, muss sich der Cleveralarm in euer WLAN einwählen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Cleveralarm irgendwie eure WLAN-Zugangsdaten kennen muss. Da das ursprüngliche System etwas kompliziert war habe ich eine kinderleichte Lösung entwickelt: Zunächst meldet sich der Nutzer in seinem Benutzerkonto auf www.clever-alarm.de an und wählt dort aus, dass er oder sie ein neues Gerät installieren möchte.

Diese Auswahl öffnet einen Assistenten in dessen Verlauf der Nutzer seine WLAN Daten eingeben muss. Aus diesen Daten macht der Assistent einen verschlüsselten QR-Code, den ihr mit einem zweiten Gerät (zum Beispiel einem Handy oder Tablet) scannt. Das wars 😄! Anschließend ist der Cleveralarm vollständig eingerichtet. Ich finde das sehr einfach und vor allen Dingen ist es auch sehr sicher. Ihr braucht keine Sorgen haben, dass eure WLAN Daten in fremde Hände fallen. Denn sie werden auf meiner Website nicht gespeichert und werden zum Cleveralarm verschlüsselt übertragen.

Für diejenigen von euch, die noch mehr Komfort wollen gibt es die Möglichkeit, bei der Buchung eure WLAN Daten direkt anzugeben. Sogar ohne Aufpreis! Ich programmiere dann eure WLAN Daten in das Gerät bevor ich euren Cleveralarm verschicke. Wenn ihr anschließend den Cleveralarm zu Hause auspackt müsst ihr nichts mehr machen. Stattdessen funktioniert der Cleveralarm dann einfach bei euch. Noch einfacher geht es nicht.

Verbesserung 2: Metallgehäuse entwickelt

Ich habe ernst genommen, was mein Bruder gesagt hat. Nämlich ein Gerät aus Aluminium für den "ambitionierten" Nutzer zu entwicklen. Das war gar nicht so kompliziert, denn ich habe bei meinem Lieferanten JLCPCB einfach ein anderes Material für die Hülle ausgewählt. Falls ihr euch erinnert, den Lieferanten habe ich meinem Blockartikel Europäische vs. chinesische Produktion vorgestellt. Aber zurück zum Thema: Ganz konkret lasse ich das Gehäuse aus einem Alu-Block fräsen. Leider ist das viel teurer als der 3D Druck. Deshalb ist diese Version auch teurer als die Version aus Plastik. Was übrigens interessant ist: Salpetersäure greift Aluminium nicht an. Also ein Pluspunkt für das Alu-Gehäuse.

Verbesserung 3: Riegelführung verbessert

Eine weitere Verbesserung war, dass das ursprüngliche Gehäuse in der sogenannten FDM Drucktechnik gedruckt war. Die FDM Technologie ist für den Hobbybereich ziemlich cool, weil sie unkompliziert zu nutzen ist und die Ergebnisse durchaus gut sind. Allerdings hat der FDM Druck auch (mindestens) zwei Nachteile: Einerseits sieht man häufig sogenannte Layerlines. Will sagen, die Drucke sehen nicht ganz glatt aus. Ist zwar nur Ästhetik fällt aber trotzdem auf. Andererseits kann man mit dem FDM Druck nur sehr schwer Teile produzieren, die ineinander greifen und sich gegeneinander bewegen. Das Stichwort hier lautet Fertigungstoleranz. Häufig erlebt man, dass sich die Komponenten entweder überhaupt nicht bewegen oder dass sie sehr viel Spiel haben und dann "schlackern". Genau diese beweglichen Teile braucht der Cleveralarm aber für den ausziehbaren Riegel.

Einen schlackernden oder sehr schwergängigen Riegel möchte aber kein Kunde haben. Irgendwie logisch. Das Problem war ehrlicherweise relativ einfach zu beheben, denn ich habe einfach eine bessere Drucktechnologie verwendet (bzw. vom Lieferanten verwenden lassen). Für alle Interessierten: Diese Drucktechnologie heißt SLA Technik. Bei der SLA Technik werden Harze mittels UV Strahlung schichtweise ausgehärtet. Für den Hobbybereich ist das eine viel schwierger zu beherrschende Technologie, weil Harze halt sehr klebrig sind (wirklich klebrig!) und beim Drucken auch relativ stark riechen. In einer professionellen Anlage sind das aber natürlich keine Probleme.

Der Vorteil der SLA Technologie ist die super gute Auflösung. Die Drucke sehen richtig richtig professionell aus. Aber auch mit der SLA Drucktechnologie waren die Drucke immer noch nicht perfekt. Denn beim Riegel hat sich jetzt Plastik auf Plastik bewegt und das hat sich noch nicht perfekt angefühlt. Die Lösung war aber auch hier wieder recht einfach: Es wird jetzt bei jedem Cleveralarm noch ein Streifen Teflonklebeband zwischen Riegel und Riegelführung geklebt. Diese Idee ermöglicht, dass sich das Herein- und Herausziehen des Riegels sehr gut anfühlt wie ich finde.

Verbesserung 4: Einbau einer mehrfarbigen LED

In der ersten Version gab es nur eine einfarbige rote LED. Eigentlich vollkommen ausreichend aber der Cleveralarm konnte keine Fehler oder Status kommunizieren. Irgendwie nicht so toll, weil wenig intuitiv. Deshalb habe ich eine mehrfarbige LED installiert und das Gerät blinkt jetzt in orange, wenn es noch nicht mit dem WLAN verbunden ist. Rot blinkt es, um zu symbolisieren, dass es im Überwachungsmodus ist. Dadurch, dass es eine mehrfarbige LED ist kann die Farbe auch per Software festgelegt werden. Das habe ich noch nicht programmiert aber prinzipiell denkbar, dass der Kunde auf www.clever-alarm.de festlegt, in welcher Farbe das Gerät im Überwachungsmodus blinken soll. Schreibt mir doch, wenn ihr das interessant findet.

Weitere Verbesserungen

Ich habe hier nur die Verbesserungen vorgestellt, die ich nach der ersten Vorstellung bei meiner Familie und Freunden umgesetzt habe. Tatsächlich ist es so, dass ich das Gerät kontinuierlich weiter entwickle. Das hängt damit zusammen, dass ich den Nutzen für die Kunden "maximieren" möchte und vor allen Dingen auch, weil mir diese Arbeit unheimlich viel Spass macht. Will sagen: Der Cleveralarm ist eine Reise und mir machen die Verbesserungen richtig Spass.

Wie haben die Kunden auf die Änderungen reagiert?

Bild Kunden, die sich über das Alarmgerät freuen

Mit diesen Änderungen habe ich bislang sehr viel positives Feedback bekommen. Das freut mich ungemein. Aber wie gesagt, der Cleveralarm wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wenn ihr Weiterentwicklungsideen habt, schreibt sie mir unter christian@clever-alarm.de.

Ganz zum Schluss in diesem Blogeintrag, auch wenn es die Gefahr birgt, dass es etwas übertrieben ist: Mir gefällt das Bild, das ich hier eingefügt habe, richtig gut: Zufriedene Kunden, die sich über mein Alarmgerät freuen. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich den Cleveralarm verkaufe. Denn ich will einen Nutzen für die Kund*innen schaffen und nicht nur irgendein elektronisches Gerät bauen, das niemanden interessiert.

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